Geschichte / Abriss

 

 

Nach 10 Jahren ‘Jugendclub im Staatstheater’ mutiert er 2004 zur Freien Gruppe tq, benannt nach dem gleichnamigen Stück das der Darmstädter Dramatiker D. Gieselmann der tq schrieb. Jetzt öffnet sich die tq für alle Altersgruppen.

 

1994-2004 ereignen sich vier Einladungen zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin (Genets Unter Aufsicht, Fassbinders Iphigenie, Marlowes Edward II., Crimps Attempts on her life; ferner zwei Aufzeichnungen für den Kulturkanal des zdf (System Schiller und Clavi, go!); sowie die Teilnahme am Internat. Theaterfestival in Belgrad, “bitef”, mit Srebljanovics “Familiengeschichten Belgrad”.

Datterich 05 (2005\UA) ist die erste Produktion in der alten Dreherhalle(!) der Firma Schenck. Mit dem jungen Ensemble wird der Datterich radikal verschlankt (Textfassung: D. Gieselmann). Für weitere drei Jahre beherbergt Schenck großzügig die tq für Odyssee 06 und Parzival 07. Ab 2008 tourt K. Woudstras Totalschaden durch Deutschland: Bochum, Kassel, Bremen, Frankfurt und die JVA Dieburg.

 

Auch in Darmstadt beibt die tq unsesshaft: Gespielt wird im Kuhstall des Hofgutes (Myhtos Perser), auf der Künstlerkolonie in Wolperts Ausstellung ”Enrico Baj" (Zufälliger Tod eines Anarchisten), in der Krone (L. Beck: I.T.O.), im Pädagog und div. Klassensaelen (Klamms Krieg), im 8-eckigen Haus (D. Gieselmann: Ene Dene Dotz\UA), in der Unterführung am Einhorn und im Prinz-Georgs-Gartens(Vagina Monologe), im “Blumen” das Ampelphasentheater, um nur einige markante Orte zu nennen.

2012 installiert man sich fürs erste in der Lagerhalle des HoffArttheaters. Der Anti-Datterich - Der Bub werd gut! (UA) ist das Eröffnungsstück in der renovierten Halle mit Juergen Barth in der Hauptrolle 2015. Wie hier - so immer wieder: Live-Musik, geliefert von Darmstädter Musikern von Maarten Hoogenbooms Swing Cat Club über die MesserBrueder bis zu den Besidos und Obos Gitarrentrio.

plastic is beautiful-solo für andy (2013\UA - Earlstreet, Pallaswiesenstr.) ist ein radikales Beispiel für ein Theater der Sinne und Körper, nicht des Verstehens. PUNK!, (UA\2015) arbeitet massiv mit dem atmosphärischen Eindruck einer abgewrackten Werkhalle und der Musik.

2014-16: Auslandsgastspiele von Sexmaniac-Only for the mentaly unhinged auf diversen internationalen Festivals: Havanna, Bogotá, Chicago, Lyon, Edinburgh und Dublin; dafür erfindet Victor T.Schoenrich eine geniale Buehne, die in jeden Koffer passt. In Paris wird Klamms Krieg gezeigt, in Lyon und Troyes Unter Aufsicht und Totalschaden.

Stolze Anmerkung: Viele Ehemaligen finden von uns aus den Weg in einen Theaterberuf: David Gieselmann, Mathias Znidarec, Ben Baur, Wolfgang Vogler, Leonie Brandis, Larisa Teuber, Jonas Zipf, Steffen Klewar, Henning Hartmann, Eva Mueller, Clé Braun, Nicola Schoessler, Tim Lang, Sascha Weitzel, Elena Garcia-Gerlach, Katharina Uhland, Steffen Link uvm.

 

2015 startet - gegründet von H. Hener und V. T.Schoenrich, die erste Augabe des SPRUNGTURMFESTIVALS auf dem urigen Hoffart-Areal. Ein voller Erfolg: über 500 Besucher bei 28 Darbietungen. Es geht um die Fusion von Bildender und Darstellender Kunst. Sommer ’16 folgt die 2. Auflage. A. Kunze übernimmt kompetent die Geschäftsführung.

 

2017 haben wir begonnen mit einer “historischen Abhandlung” über die Bedeutung des Berliner Mauerfalls für die dortige Musikszene: TECHNO\temporäre autonome Zone/UA. Mit begeistertem Zuspruch, besonders in der jungen Generation. Die Wiederaufnahme ist Pflicht: Bei den Hessischen Theatertagen im Staatstheater, dann natürlich beim diesjährigen SPRUNGTURMFESTIVAL. Angefragte Gastspiele sind in Verhandlung....

 

Doch jetzt bastelt das Triumvirat erstmal am diesjährigen Festival: Sich neu erfinden, neue Wege ausprobieren.

 

hno, 14.05.2017